Gleitender Durchschnitt (Moving Average, kurz: MA)

Der Moving Avergage ist ein technischer Indikator. Er gibt den Durchschnittswert eines Anlageguts über einen bestimmten Zeitraum an. Das Ziel dabei ist, willkürliche Kursschwankungen zu glätten. Er ist ein nachlaufender Indikator, der auf Vergangenheitswerten basiert. (Hoch, Tief, Eröffnungs- und Schlusspreis oder Volumen)

Der Trader wählt einen Zeitrahmen nach dem Trend den er gerade zu traden versucht. Allgemein lässt sich sagen: “Je größer die Anzahl der Zeitspannen, desto genauer der Durchschnitt”.

Gleitende Mittelwerte sind einfache und effektive technische Analyseintrumente. Auch Einsteiger können mit wenig Aufwand so ihren persönlichen Tradingplan vorbereiten.

Mit gleitenden Durchschnitten können dynamische Unterstützungs- und Widerstandsebenen geformt werden. Diese unterscheiden sich von traditionellen Unterstützungs- und Widerstandslinien, insofern das sie sich stets bewegen.

Einfacher gleitender Durchschnitt (Simple Moving Average, kurz: SMA)

 

Der SMA ist ein arithmetischer gleitender Mittelwert. Zuerst addiert man die Schlusskurse für vorgegebene Anzahl der Zeiträume und teilt dann die Summe durch die gleiche Anzahl der Zeitperioden.

Bsp: Zeitraum = 1 Woche (5 Tage)

Schlusskurse: Montag 1,57 Dienstag 1,85 Mittwoch 1,47 Donnerstag  1,77 Freitag 1,60

Berechnung (1,57 + 1,85 + 1,47 + 1,77 + 1,60) / 5 = 1,652

Der SMA beträgt also für den kurzen Betrachtungszeitraum 1,65.

Die Trendermittlung hilft dem Benutzer, sich ggf einen besseren Überblick zu verschaffen.

Kritik:

  • Alle Schlusskurse werden gleich bewertet
  • Betrachtung der Vergangenheit

Exponentieller gleitender Durchschnitt (Exponential Moving Average, kurz: EMA)

Der EMA ist hingegen legt einen besonderen Wert auf die jüngsten Daten und reagiert auf neueste Kursänderungen aktiver als ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA).

Der SMA hilft dem Benutzer dabei, den optimalen Punkt für Öffnung oder Schließung der jeweiligen Position nicht zu verpassen.

Vorteile:

  • nützlich bei Erkennung plötzlicher Schwankungen in Preisbewegungen

Kritik:

  • weniger präzise als SMAs bei Diagrammerstellung langfristiger Trends
  • weniger hilfreich als SMAs bei Bestimmung von Unterstützungs- und Widerstandsebenen
  • EMA könnte einen Trader aus einem Trade vorzeitig rausschmeißen, wenn eine Aktie nur einen kurzen Einbruch hat

1) Trading-Signale erkennen und nutzen

Der Vergleich vom Verhältnis zwischen einem gleitenden Durchschnitt und dem aktuellen Markt soll Aufschluss bringen über die Entscheidung Titel zu KAufen oder zu Verkaufen.

Wenn der Kurs des aktuellen Markts den steigenden gleitenden Mittelwert überschreitet, deutet es auf ein Kaufsignal hin. Wenn der Preis unter den fallenden gleitenden Durchschnitt fällt, deutet es auf ein Verkaufssignal hin.

2) Unterstützung und Widerstand

Die Unterstützungs- und Widerstandslinien siganalisieren, zu welchem Zeitpunkt es Sinn machen könnte, ein oder auszusteigen. Dynamische Linien ändern sich stets, weil Asset-Preise ständig schwanken und eine Reihe von unterschiedlichen Hochs und Tiefs bilden.